Eine Nacht im Hotel Savoy. Champagner, Jazz, Tanz – und eine Gesellschaft im Ausnahmezustand. Was als ausgelassener Ball beginnt, wird schnell zum schillernden Spiel mit Identitäten, Sehnsüchten und Beziehungsmodellen.
BALL IM SAVOY gehört zu den frechsten und musikalisch raffiniertesten Operetten der Zwischenkriegszeit. In rasantem Tempo treffen hier Liebespaare aufeinander, verlieren sich, finden sich neu – und geraten dabei immer wieder an die Grenzen dessen, was Konvention, Moral und Eifersucht erlauben. Die Musik swingt, flirtet und verführt – jazzgetränkt, übermütig und voller rhythmischer Energie, während hinter dem Glanz des Ballsaals Fragen aufscheinen, die überraschend aktuell wirken: Wie frei kann Liebe sein? Wie viel Unabhängigkeit verträgt Nähe? Und wer bestimmt eigentlich die Regeln?
Zwischen Revue, Operette und musikalischer Komödie entfaltet sich ein Abend voller Witz, Tempo und großer Gefühle – leichtfüßig erzählt und doch mit scharfem Blick auf gesellschaftliche Rollenzuschreibungen. Der Ball wird zum Experimentierraum, in dem Erwartungen kippen und Gewissheiten ins Wanken geraten. Ein Abend im Ausnahmezustand – funkelnd, riskant und unwiderstehlich.